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SoliTek bringt Solarmodul mit Mattglas auf den Markt – Lösung für Blendungsprobleme an Flughäfen
Anfang dieses Jahres führte ein unerwartetes Sicherheitsproblem zur Einstellung von Flügen am Flughafen Amsterdam Schiphol: Blendungen durch nahegelegene Solarmodule beeinträchtigten die Sicht der Piloten bei morgendlichen Landungen. An sonnigen Tagen verwandelt der niedrige Anflugwinkel von rund 10 Grad die flache Moduloberfläche in gefährlich reflektierende Spiegel. Infolgedessen setzte Schiphol Landungen auf einer der Start- und Landebahnen aus und kündigte die Entfernung von 78.000 der 230.000 installierten Solarmodule an.
Dieser Vorfall unterstreicht eine wachsende Herausforderung: Mit der zunehmenden Verbreitung von Solaranlagen – insbesondere in der Nähe von Infrastrukturen wie Flughäfen oder Straßen – wird das Blendungsmanagement nicht nur zu einer Frage der Gestaltung, sondern zu einem sicherheitskritischen Thema. Herkömmliche Solarmodule, selbst mit Antireflex-Beschichtungen, können die strengen Anforderungen blendempfindlicher Zonen oft nicht erfüllen. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, stellt SoliTek eine neue Generation von Modulen vor, die die Blendungsproblematik auf ein neues Niveau löst – ohne Kompromisse bei Langlebigkeit oder Leistung.
Die neue Generation vollschwarzer SoliTek-Module verfügt über mattes, strukturiertes Frontglas – eine Oberfläche, die speziell entwickelt wurde, um die Reflexion zu reduzieren und höchste optische Sicherheitsstandards zu erfüllen. Anstelle einer Beschichtung setzt SoliTek auf strukturiertes Glas – eine dauerhafte Oberflächenstruktur, die das Sonnenlicht streut, ohne im Laufe der Zeit an Wirkung zu verlieren. Dadurch bietet das Modul langfristige optische Stabilität, UV- und Feuchtigkeitsbeständigkeit sowie eine außergewöhnliche Blendungsreduktion. In Tests erreichte das Modul lediglich 4.000 cd/m² Leuchtdichte bei einem Einfallswinkel von 10° – weniger als die Hälfte des allgemein akzeptierten Grenzwertes von 10.000 cd/m² für blendarme Anwendungen und deutlich unter den Werten herkömmlicher Module. Selbst bei 20° liegt die Leuchtdichte nur bei 5.000 cd/m². Zwar steigt sie bei steileren Winkeln (z. B. 31.000 cd/m² bei 60°), doch diese spielen in den meisten realen Situationen eine geringere Rolle – etwa für Piloten im Landeanflug oder Autofahrer entlang von Straßen-PV-Anlagen.
Diese Blendungsleistung geht lediglich mit einem kleinen Kompromiss einher: Aufgrund der lichtstreuenden Struktur des Frontglases sinkt die Nennleistung um etwa 2,3 % – auf 425 Wp statt der üblichen 435 Wp. Doch für Flughäfen, Fassaden, Lärmschutzwände und visuell oder sicherheitskritische Bereiche überwiegen die Vorteile in Bezug auf Langlebigkeit, Ästhetik und gesetzliche Konformität diesen geringen Leistungsverlust bei weitem.
SoliTek bietet die Mattglas-Technologie über seine wichtigsten Produktlinien hinweg an, darunter gerahmte und rahmenlose bifaciale Glas-Glas-Module sowie dachintegrierte Solrif-Systeme. Sie ist die ideale Lösung für Flughäfen und Flugfelder, aber auch für Gebäudefassaden, Verkehrsinfrastrukturen, Wohngebiete in der Schweiz oder in Deutschland, Agri-PV-Anwendungen und geschützte Naturräume – überall dort, wo Solarenergie mit Sicherheit, Architektur oder strengen visuellen Anforderungen in Einklang stehen muss.
Da die Solarenergie zunehmend in unsere Städte, Landschaften und kritischen Infrastrukturen integriert wird, definieren intelligente Materialien wie das Satin-Glas von SoliTek neu, was ein Solarmodul leisten kann – nicht nur saubere Energie erzeugen, sondern auch seine Umgebung schützen.
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